Wacholderwandern auf der Gasmert
Streckenlänge 5 km (1,5 Std.)

Die Wacholderheide auf der Gasmert zählt mit zu den ersten Naturschutzgebieten, die von Wilhelm Linenkämper, Vorkämpfer für Natur- und Landschaftsschutz, zu Beginn der 30er Jahre unter Schutz gestellt wurden.
 
Der immergrüne Wacholder gehört zur Familie der Zypressengewächse. Als lichtbedürftiges Gehölz gedeiht er in lichten Kiefernwäldern, vor allem aber auf Weiden und Heiden, wo er sandige und felsige Böden antrifft. Er wird bis zu 800 Jahre alt. Wo heute Rinder oder Schafe den Aufwuchs nicht kurz halten, muss der Mensch durch regelmäßiges Durchforsten dem Wacholder Licht und Luft verschaffen.
 
Der aus der Wacholderbeere hergestellte Tee wirkt schweiß- sowie harntreibend und wird gerne bei Blasenleiden, Gicht und Rheuma, Leber- und Nierenleiden verordnet. Beim Räuchern von Wurst und Schinken werden das Holz des Wacholders genauso wie seine Beeren gerne verwendet. Der leckere Wacholderschinken findet im Sauerland viele Gourmet-Freunde. Aus dem Wacholderholz wurden früher Peitschenstiele und Butterstöcke - zum Stampfen des Rahms - angefertigt. In einigen Landstrichen wie Franken zeigen noch heute Hecken- oder Besenwirtschaften durch einen Wacholderbusch an, dass der Ausschank begonnen hat.
 
Das Beste: Täglich ein Wacholderschnäppschen hält die Adern offen und den Kreislauf stabil - heißt es zumindest im Volksmund.
 
Eine genaue Streckenbeschreibung und weitere Tipps finden Sie in der Broschüre 'Tourentipps Märkischer Kreis'. Auch im Buchhandel (ISBN 3-98-9003-2-0) erhältlich.

Weitere Informationen:
SGV Herscheid (geführte Wanderungen)  
Tel. 0 23 57 / 39 06
Ansprechpartner: Erwin Stein