Flüsse sind Wege - seit altersher. Zwar sind die Gewässer im Sauerland nie Schifffahrtsstraßen gewesen; heute jedoch tragen sie immer wieder Boote auf ihren Wellen. Ruhr und Lenne sind ein Eldorado für Wassersportler. Wer einmal Altenas Innenstadt vom Wasser aus gesehen hat oder die reiche Vogelwelt der Ruhrstaustrecken mit dem Boot erkunden durfte, der wird schnell von der Faszination des Kanusports gefangen sein.
Also einfach ins Boot steigen und lospaddeln? So einfach ist das nicht. Die Technik will gelernt sein, sonst wird aus dem Bootsausflug womöglich schon nach ein paar Metern ein Badefest. Flüsse sind lebendig; es gibt Strömungen und Schwälle, es gibt auch Wehre und Wasserableitungen, es gibt ökologisch sensible Bereiche, in die Kanuten nicht oder nur beschränkt eindringen dürfen. Es gibt Menschen, die dies alles kennen: die Mitglieder, vor allem aber die Übungsleiter der Kanuvereine an Ruhr und Lenne.
Special:
Viele Vereine sind bereit, auch Nichtmitgliedern und Anfängern auf begleiteten Touren die Wege zum Kanusport aufzuzeigen. Besonders gut aufgehoben sind Kanu-Neulinge bei den vom Deutschen Kanu-Verband zertifizierten sogenannten 'Kanuausbildern'. Diese Vereine müssen in regelmäßigen Abständen nachweisen, dass sie zur Anfängerschulung befähigt sind. Dazu gehört ein schlüssiges Kurskonzept. Außerdem verpflichten sich die Kanuausbilder, Jahr für Jahr eine Mindestanzahl an Kursen durchzuführen.
Eine genaue Streckenbeschreibung und weitere Tipps finden Sie in der Broschüre 'Tourentipps Märkischer Kreis'. Auch im Buchhandel (ISBN 3-98-9003-2-0) erhältlich.